Die Händebewegung in Aikido

Die Hand ist ein Werkeug, das im täglichen Leben dazu zu kommunizieren dient, wir strecken die Hände aus, um zu geben oder zu bekommen, um guten Tag zu sagen. Es ist auch so im Aikido, die Hand ist ein Werkzeug, das uns erlaubt, zu geben und zu bekommen. Aber was wir mit dem anderen in der Aikistechnik tauschen, ist Energie. Und diese Energie geht unseren Körper durch die Hände hinein oder hinaus. Wenn wir zum Beispiel unsere Energie  herausschleudern, ist es wichtig, dass die Haltung der Händen richtig ist. Die Energie ist in unserem Hara gelagert, geht durch die Arme dann die Hände. Wenn Meister Nocquet darüber sprach, verglich er unseren Arm mit einer Spritzdüse. Um das Wasser herausschiessen zu machen, muss die Spritzdüse auf sein, so muss auch unsere Hand auf sein. Ob unsere Faust zu ist, verkrampft sich unser Arm und die Energie kann nicht herausschiessen. Ein verkrampfter  Muskel ist wie ein Korken, der die Energie  verhindert, dass sie fliesst. Ein beugener Arm ist wie ein Wasserschlauch, das man biegt, um das Wasser zu verhindern, dass es fliesst. Ein ausgestreckter Arm hat keine Gelenkigkeit. Die Haltung der Hand kommt von der Haltung des Armes. Wenn der Arm in der richtigen Haltung ist, nennt man diese Haltung “te katana” : “Säbelhand”, der Arm ist ein bisschen gebeugt, so dass die Beuge- und Streckmuskeln des Armes nicht funktionell sind. So stellt sich die Hand ganz automatisch nach  dem Arm ; die Finger sind ein bisschen gespreizt. Und die Energie fliesst durch den Handteller. Meister Nocquet fragte uns,  die Übung des unbeugsamen Armes zu machen : wir legten unsere Hand auf die Schulter des Partners und er packte diesen Arm zweihändig, um zu versuchen, ihn beugen zu machen.  Wenn unsere Faust zu war, konnte der Partner unseren Arm beugen machen. Aber mit einer offenen Hand und dem Arm te katana, mit einem Blick in der Ferne, und durch die Atmung visualisierten wir unsere Energie, die durch den Arm fliesste, um bis zur Unendlichkeit  zu gehen, wurde dann der Arm unbeugsam ohne Hilfe einer Muskelkraft.

Wenn ihr wollt, euch dieser Energie bewusst werden ; eine Energie, die in euch durch die Hände fliesst, macht ihr den Versuch  der “Energiekugel.” Zuerst legt ihr die Hände vor dem Bauch, gegenüber etwa zehn Zentimeter zwischen den zwei Händen. Dann werdet ihr bald eineWärme fühlen ; eine Wärme, die gross sein kann und in den Handteller kommt. Dann zweitens stellt euch vor, dass ihr eine Energiekugel in den Händen haltet. Knetet ihr sie, komprimiert ihr sie, und so könnt ihr sie fühlen fast materiell.