Meister Nocquet in der Metro (2)

Wir konnten schon noch froh sein, dass wir in die Station Père Lachaise gesund und wohlbehalten  ankommen. Aber das bedeutetete nicht, dass wir uns aus der Affäre zogen. Bevor aus der Metro herauszugehen, gab es einen geraden riesigen Flur, der fast immer unbewohnt war, wann Meister nach Hause ging. Das war der ideale Ort für einen Hinterhalt, sagte uns der Meister. Eines Abends war Meister Nocquet in diesem Flur mit seiner Aikidostasche in der Hand. Plötzlich sah er zwei Schlauberger vor ihm ankommen, die ihm in die Quere kommen, um ihm den Weg zu versperren. Sehr ruhig lässt Meister Nocquet seine Tasche fallen, die vor seinen Füsse liegt, er lockert seine Schultern, bringt seine Kraft in den Bauch, und dann starrt er seine Angreifer recht in die Augen, wirft er ihnen den Röntgenblick, dessen ich euch vor zwei Wochen gesprochen habe, den er von Meister Tadashi Abe geerbt hatte. Ich war nicht dort, aber der Anblick, den er gab, musste erschrecken. So spricht einer zu ihm und sagt : “Äh… Entschuldigung Herr, wieviel Uhr ist es bitte?” Mit einer weit ausholendenTheaterhandbewegung, deren er das Geheimnis hatte, nähert Meister Nocquet seinen Augen sein Handgelenk, kuckt seine Uhr an und mit einer tiefen Stimme sagt ihnen :” Es ist Zeit, ins Bett zu gehen…”

Das haben unsere Schlauberger schnell getan. Der Meister nimm seine Tasche wieder und er zog davon mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen…