Praktika (1)

Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen zwei Sorten Aikidokas. Es gibt diejenigen Aikidokas, die sich damit begnügen, in ihrem Klub zu üben, ohne einmal sich nach der Aussenwelt zu öffnen und sie nehmen nie an Praktika teil ; Praktika, die ein Wochenende oder eine Woche im Sommer dauern. Und es gibt die anderen Aikidokas. Vorsicht, das kommt nicht in Frage, die anderen Aikidokas zu beurteilen und zu beschuldigen. Jeder führt sein Leben, jeder trifft seine Wahlen, und jeder hat seine zwingendes Erfordernisse, die nur ihn betreffen. In Aikido ist ein Lehrer nicht da, um zu beurteilen sondern nur um zu geben. Das ist ein reines Glück.

Manchmal denken einige Schüler so : “Mein Lehrer ist ausgezeichnet und gibt mir alles was ich brauche, warum ein Praktikum zu machen ?” Wir können denjenigen sagen, dass ob sie nur ihren Lehrer kennen, können sie nicht vergleichen, so ist es schwierig für sie zu wissen, ob ihr Lehrer wirklich ausgezeichnet ist…Auf jeden Fall, ob ihr euren Lehrer mögt, macht mindestens die Praktika, die er  ausserhalb seinem Klub gibt. Zuerst, weil er selten in seinem Klub wie in einem Praktikum lehrt ;  zweitens, weil ihr eine andere Seite ihres geliebten Lehrers entdecken werdet. Aber vor allem erlaubt die Teilnahme an Praktika (ganz gleich, wer das Praktikum führt) euch anderen Aikidokas zu treffen, Erfahrungen gegenüberstellen, Erlebte teilen  und auch Freunde zu machen.

Auf dieser Ebene hatten wir ein grosses Glück mit Meister Nocquet. In seinen Praktika traffen wir Aikidokas aus dem ganzen Europa. Jeden Sommer begegneten wir uns in den Sommerpraktika wieder, in la Baule am Anfang, in Gujan Mestras dann, oder in Blois in den letzten Jahren. Bei diesen Gelegenheiten könnten wir leben, was Meister Nocquet uns im Dojo sagte, soll heissen : das Aikido ist ein wunderbarer Vektor, um die Freundschaft zwischen den Völkern zu entwickeln, und so helfen, den Frieden in der Welt zu behalten. Dank diesen Praktika habe ich das Glück gehabt, Freunde ein bisschen überall in Europa zu haben. Es gibt euch das Gefühl, verbindet zu sein, nicht allein zu sein. Das ist ein wunderbarer Befreiungsschlag  in einer Welt, wo es manchmal schwierig ist, zu atmen.