Die zwei Löwen und die Erdbeere

Die folgende Geschichte ist  die Lieblingsgeschichte meines Freundes Senseï Emmerson.

Tief im afrikanischen Wald gegenübersteht ein Forscher eines Tages plötzlich zwei Löwen. Von Panik ergriffen lässt er sein Gewehr, seine Tasche fallen und er flieht die Beine unter die Arme genommen. Die Löwen haben seit einigen Tagen nicht gefressen und stürzen auf ihn. Die Entfernung wird kürzer, nur noch einige Meter, und er wird in ihrem Maul sein…zum Glück gelingt es ihm in der letzten Sekunde, auf einen Baum zu klettern… Gearde, als er sich beruhigte, erkannte er eine Pythonschlange, die langsam zu ihm auf einem Nebenast glitt… Was für ein Schrecken ! Der Tod verfolgt ihn ! Er fasst eine Liane, und wie Tarzan fliegt er auf den Nebenbaum, wo er eine Höhle eines Eisbäres trifft. Glücklicherweise ist der Bär noch eingeschlafffen und der Forscher hat die Zeit zu flüchten… Er geht lagsam zurück auf die Erde, die Löwen haben ihn nicht gesehen…langsam geht er weiter, aber er stolpert über einen Ast…Es war ein Krokodil, das einen Mittagsschlaf machte. Aufgewacht öffnet er ein grosses Maul, um ihn zu fressen aber der Forscher weicht ihm ganz knap paus. Aber der Lärm erregt Aufmerksamkeit der Löwen, die Verfolgung an ihn machen.  Der arme Forscher ist in heller Aufregung, atemlos, er hat einen Puls von 180, seine Beine zittern, aber er findet noch die Kraft zu rennen. Er kommt am Rand einer Steilküste an. Er kann nicht stoppen und er fällt ins Nichts, denn er wird von seinem Anlauf und seiner Angst fortgeweht und er ist von den Löwen verfolgt…100 Meter Fall… Er kann nicht mehr dem Tod entrinnen…Aber in seinem Fall gelingt es ihm einen Ast eines Busches zu fangen ; ein Busch, der in einem Loch des Felsens wächst. Zehn Sekunden Pause…Er atmet tief durch… Kuckt nach oben an… Die zwei Löwen beobachten ihn und ihnen läuft das Wasser im Mund zusammen…Plötzlich fühlt er, dass die Wurzeln des Busches reissen… Er kuckt nach oben an… nur einen Löwe … Es ist immer besser als zwei…Er kuckt nach unten an, um zu sehen, ob er ein Überlebensglück mit dem Fall hätte, und er erkennt dann den zweiten Löwe, der hinuntergegangen ist und sein Maul für ihn öffnet… Der Ast reisst noch ein bisschen, er wird nur von einer winzigen Wurzel gehalten. Dann bemerkt der Forscher eine Erdbeere, die 20 Centimeter weit von seinem Arm im Felsen wächst. Sie ist schön, appetitanregend, ein stahlendes Rot. Diese Erdbeere fasziniert ihn. Dann streckt er seinen Arm ganz langsam nach ihr aus, er fängt sie und vorsichtig bringt sie in den Mund. Er schliesst die Augen und der Duftstoff dieser Frucht  überfällt ihn. Dann vergisst er alles, die Steilküste, die Löwen, den Ast, der reisst…

… Und plötzlich hört die Zeit auf.