Über sich erfreut sein

Wenn der Anfänger seinen Lehrer üben sieht, ist er im Allgemeinen von der Schönheit und der Flüssigkeit der Bewegungen verführt. Er kann so reagieren : «  Ich werde nie dieselben Sachen realisieren. » So denken ist ein Fehler. Der Lehrer war damals auch ein Anfänger, der seinen Meister bewunderte und er war auch unfähig, dieselbe Bewegungen nachzumachen. Sich einschränken ist, seine Entwicklungsmöglichkeiten  zu behindern. Die schlimmste Gatter sind diejenige, die wir uns setzen.  So lehnen wir die Idee nicht ab, dass wir eines Tages realisieren können, was unser Meister macht. Dennoch müssen wir unsere Demut nicht verlieren und wir müssen bewusst sein, dass es eine sehr lange Zeit braucht.

Dann zehn oder zwanzig Jahre nach seinem Anfang macht der Aikidoka auch Techniken schön. So kann er versucht sein, erfreut zu sein, was er gerade gemacht hat. “Wie schön ist die Bewegung, die ich gerade gemacht habe ! ”denkt er. Wenn er so denkt, ist er noch weit des Endes seines Weges. Denn wenn er sich folgendermassen ausdrückt, hat er etwas gemacht, er hat gehandelt. Aber wir machen die Aikido Bewegung ohne Wille oder was uns betrifft. Wenn ihr einen Meister anschaut; einen Meister, der eine Technik macht, in Wahrheit macht er sie nicht.

Der Meister macht nichts. Die Technik ist durch ihn ohne seines Wissen gemacht. Unter solchen Bedingungen ist es so unbedingt unmöglich, über sich erfreut zu sein. Nur unser Ego kann es sein. Aber es gibt kein Ego mehr bei einem Meister. So gibt es drei Phasen auf dem Weg des Aikidos :

1/ Die Lehre der Technik.

2/ Die Beherrschung der Technik.

3/ Die Realisierung der Technik ohne Ego.

Jede Phase ist schwieriger als die vorhergehende Phase, das können wir es denken.